Aktuelles

Mittwochs miteinander

In Schnelsen fand gestern das monatliche Treffen statt und wie immer wurde zunächst die Wolle aufgebaut, hier ein Stuhl gerückt und dort der Tisch gedeckt.
Kurz darauf war der Raum bereits mit Lachen und Plauderei erfüllt; manche kamen, um Wolle abzuholen und im Gegenzug Gesträkeltes abzugeben. Neue Gesichter durfte Steffi ebenfalls begrüßen – wie schön 🙂 – und die Pläne für die kleine Weihnachtsfeier nehmen immer mehr Gestalt an. So soll es am 11. Dezember bereits um 17 Uhr losgehen und einen Jul klapp geben. Ihr seid herzlich eingeladen; Veranstaltung folgt in Kürze.

Zwischendurch jedoch ging es auch ernsthaft zu, als Steffi ausführlich von ihrem Besuch bei der Tafel berichtete und die Frage diskutiert wurde, was Armut bedeutet, wie selbstverständlich man doch das große Glück nimmt, genug zum Leben zu haben.

Wooligans halten warm ❤️

Verteilung

Eins, zwei, drei – verteilt

„Wie bekommt Ihr die Sachen eigentlich zu den Menschen?“ ist eine Frage, die wir öfter zu hören bekommen und möchten Euch heute ein Beispiel aus Hamburg erzählen:

Seit es kühler geworden ist und der Winter nur noch eine Schrittlänge entfernt scheint, telefoniert unsere liebe Moni einmal im Monat mit Christiane, die ihreseits die Alimaus leitet und fragt den Bedarf für die Kleiderkammer ab.
Nach den Angaben von Christiane werden dann im Lager die Sträkelstücke zusammen gepackt und in Monis kleines, feines Raumwunder von Auto geladen, um sie zur Alimaus zu fahren.
Heute war dieser „einmal im Monat“-Tag der Übergabe in der Alimaus und Moni beschreibt das so:
„Die Freude und Dankbarkeit darüber war den Anwesenden anzusehen. Christiane läßt ganz viele liebe Grüße im Namen aller Bedürftigen an alle Stricker*innen ausrichten und bedankt sich herzlich dafür.“

Wo wir schon dabei sind, wollen wir aber auch noch ein paar Worte über die Alimaus verlieren.
Seit 1993 im Dienst der Menschen in Not und seit vielen Jahren in dem Gebäude am Nobistor 42 beheimatet, bietet die Alimaus tagsüber einen Ort der Ruhe und des Rückzugs, Mahlzeiten und Kleidung. Aber auch medizinische und sanitäre Versorgung wird angeboten.
Die Alimaus zeichnet außerdem verantwortlich für das Gesundheitsmobil Alimaus sowie den Kältebus Alimaus Hamburg, der seit Anfang November wieder jeden Abend seine Runden durch die Stadt dreht, um Menschen ohne Obdach beispielsweise ins Winternotprogramm zu bringen oder mit dem nötigesten zu versorgen und von 19 bis 24 Uhr unter 01516 5683368 für alle Hamburger*innen, zu erreichen ist.
Es sind die Menschen mit Herz und Verstand, die unsere Gesellschaft zusammenhalten und in der Alimaus findet man viel Herz und Verstand.

Wooligans halten warm ❤️

Aktuelles

Von Münster nach Bochum

Der November ist vermutlich der graueste Monat des Jahres, auch wenn in manchen Bundesländern genau heute am 11.11. die so genannte Fünfte, die närrische, Jahreszeit beginnt.
Wir haben am gestrigen Sonntag in Bochum und Münster dem zuende gehenden Herbst mit bunter Wolle und guter Laune getrotzt.
Aber eines nach dem anderen und beginnen wir in Münster:

Unsere liebe Isabel konnte beim ersten Treffen im Südviertelbüro aus dem Stand gleich 5 Teilnehmende begrüßen – wie wunderwoolig wunderbar! 🙂
Natürlich hoffen wir, dass sich Münster in die gute Tradition einreiht und zukünftig wächst – also rührt sehr gerne die Trommel für uns, wenn Ihr mögt.
Schön sei es gewesen, schreibt uns Isabel und neben Wolle und Plauderei gab es auch Süßes zu naschen. Der nächste Termin findet übrigens am 8.12., 15 bis 17 Uhr statt – und das eint unsere Münsteraner mit der Bochumer Gruppe.

Dort fanden sich im Haus am Glockengarten 18 Paar fleißige Hände ein, sowohl zum Sträkeln als auch, um als Wollwickler herzuhalten oder vierbeinige Gesellschaft hinter den Ohren zu kraulen.
An dem von Connie dekorierten Tisch wurde gelacht und über die reichlichen Spenden gestaunt – 3 große Taschen (die blauen, Ihr wisst schon) brauchte das Team, um all die schönen Sträkelstücke ins „Lager“ zu transportieren.
Und weil das für einen Nachmittag nicht wundervoll genug ist, durfte das Team auch neue Gesichter begrüßen 🙂

Hach, Ihr Lieben – in Münster wie in Bochum – wir finden Euch ganz großartig! Ein dickes Dankeschön geht an Isabel, Anja, Connie und Andrea – ohne die Vier keine Wooligans da wie dort – und an das Haus am Glockengarten (auch für die Kaffeeversorgung) sowie das Südviertelbüro.
Mit einem glücklichen Seufzer sagen wir:

Wooligans halten warm ❤️

Aktuelles

Tausend Dank …

…. haben wir schon oft gesagt, aber heute möchten wir Euch besonders bejubeln, denn unser aller Engagement wurde als „herausragend“ ausgezeichnet!
Stellvertretend für alle Wooligans durften wir die Auszeichnung heute entgegen nehmen und bedanken uns ganz herzlich bei der Bezirksversammlung Hamburg-Mitte!
Ebenfalls ein tief empfundenes Dankeschön an Frau Dr. Rose für die schöne Laudatio, die mit den Worten begann „Ich habe in den letzten Wochen einen Schal und eine Mütze gestrickt“ (beides übrigens ist nicht nur wunderschön gelungen, sondern fand zwischen Schlump und Hoheluft gleich einen dankbaren zukünftigen Träger) und die Bergedorf-Bille-Stiftung für die Einreichung.

Wir sind glücklich und ein kleines bisschen stolz 🙂

Wooligans halten warm ❤️

Verteilung

Ein Besuch bei der Tafel

Die erste Ausgabe, so lässt es sich in der Chronik der Tafel Norderstedt nachlesen, fand am 7. November 1996 statt.
23 Jahre später, am gestrigen Mittwoch nämlich, machten sich Steffi und Maria mit 8 Taschen der in Schnelsen gefertigten und gespendeten Sträkelstücke auf zur Tafel Norderstedt, um dort zu verteilen.
Seit wir im Herbst 2017 anfingen für Menschen, deren Leben von Armut gezeichnet ist zu sträkeln, haben wir viele berührende und bewegende Erlebnisse gesammelt; so auch gestern.
Und deshalb möchten wir Euch die Eindrücke von Steffi im hier Wortlaut wiedergeben:

„Zunächst sind wir wirklich super herzlich von den Helfern aufgenommen worden. Schnell hatten wir Helfer und schon beim auspacken wollten alle mehr über uns erfahren und alle Stücke wurden gelobt.
Man legte uns nahe die Stückzahl der zu vergebenen Teile festzulegen und gab uns dafür gleich zwei resulute Damen an die Seite, die für uns für Ordnung sorgten und dafür, das alle gleich viel bekamen. Ganz herzlichen Dank dafür, denn ohne die erfahrenen Damen, wären wir wohl schnell überfordert gewesen.
Die meisten von den gut 100 Menschen die da waren, waren wirklich sehr dankbar, haben sich gefreut und bewunderten die viele Arbeit die in den einzelnen Teilen steckte.
Wie der ältere Herr, der leise lächelte und sagte das er nun diesen Winter mal keinen kalten Kopf bekommen würde.
Oder ein kleines Mädchen, was sich riesig über ein Stirnband freute, genauso wie die Dame mit Rollator, die glücklich über Mütze mit passendem Schal und ein Paar Gärtnerhandschuhe war.
Es war ein tiefes Erlebnis muß ich ehrlich sagen. Mit 8 vollen Taschen sind wir gekommen und mit nur 3 sind wir wieder gegangen.
Ganz herzlich will ich mich dann auch bei Maria bedanken, die mir Gestern beim sortieren und heute beim verteilen geholfen hat. Ohne sie wäre ich echt aufgeschmissen gewesen.
Ich hab mit der Tafel vereinbart, kurz vor Weihnachten nochmal zu kommen.
Bis dahin sind noch zwei Treffen und ich hoffe noch viele Teile zu bekommen.“

Wer die Gruppe in Schnelsen unterstützen möchte, kann sich unter schnelsen@wooligans.net mit Steffi in Verbindung setzen oder einfach zum nächsten Treffen kommen 🙂

Und zur Tafel Norderstedt geht es hier entlang:
www.norderstedter-tafel.de

Wooligans halten warm ❤️

Aktuelles

Es wird kalt

Ungemütlich ist es draußen, wo der Aspahlt vor Nässe glänzt und das Herbstlaub in den Pfützen schwimmen lernt. Um so wunderwooliger, dass am ersten Sonntag im November so viele von Euch den Weg zu unserem Sträkeltreffen in Bergedorf gefunden haben. 17 Paar fleißige Hände ließen zwei Stunden lang die Nadeln klappern! Besonders freut uns, dass Kirstin nicht nur „Wiederholungssträklerinnen“ begrüßen durfte, sondern auch einige neue Gesichter den Weg in den Karlshof 9 gefunden haben 🙂

Das Grau in grau, welches den November so typisch macht, wurde zwischen bunten Wollknäueln einfach weggeplaudert und -gelacht. Aber nicht nur über 2rechts-2links wurde dieses Mal gefachsimpelt, sondern auch über – Obacht! – Fußball.
Wir vertiefen das an dieser Stelle nicht weiter, nur so viel sei gesagt: Es ging um Bayern München und eine Watschen 😉
Gemeinsam wurden gegen Ende die Wolle und Eure mitgebrachten Spenden ver- und eingepackt. Und so schöne Schen habt Ihr wieder mitgebracht – habt tausend Dank!

Natürlich wollen wir auch nicht versäumen, uns bei Kirstin und ihren Helferlein sowie der Bergedorf-Bille-Stiftung zu bedanken, und zwar von Herzen, denn ohne die Kooperation mit der Stiftung, hätten wir nicht die Möglichkeit den wunderschönen Raum im Karlshof zu nutzen.

Wooligans halten warm ❤️

Verteilung

Teilweise bedeckt und leichter Regen

Das Novemberwetter drückt auf die Stimmung, die Sonne lässt sich immer seltener sehen und wenig scheint verlockender als in Ruhe eine heiße Tasse Tee zu genießen.
Wohl denen, die in diesen Herbsttagen Rückzugsorte haben.

In Stuttgart bietet die Olga46, eine von der Caritas betriebene Tagesstätte, einen solchen Ort für Menschen, denen das Dach über ihrem Leben fehlt, die eine Existenz in Armut führen.
Dort gibt es aber nicht nur warme Mahlzeiten. Es wird auch Beratung angeboten, Waschgelegenheiten werden vorgehalten und die Kultur- und Freizeitinitiative der Einrichtung ermöglicht Teilhabe an Aktivitäten, die sich die Gäste sonst nicht leisten können. Teil des gesellschaftlichen Lebens zu sein ist eben auch ein Stück Würde und nicht für alle Menschen selbstverständlich möglich.

Die Olga46 hat ihren Namen übrigens der Straße zu verdanken, in der sie liegt: Olgastraße nämlich. Und genau dorthin machte sich unsere liebe Ingrid noch Ende Oktober auf, um drei prall gefüllte Taschen Sträkelstücke für die Gäste abzugeben. Wir sind dankbar, dass wir Dank Euch diese Einrichtung mit warmen Maschen unterstützen können 🙂

Wooligans halten warm ❤️

Statistik

Ein bisschen etwas über Statistik …

Wir winkten dem goldenen Oktober nach und uns blieben vor freudigem Staunen die Münder offen stehen, als wir Eure gespendeten Sträkelstücke zusammen zählten.
Eintausendzweihundert Mal Wärme können wir dank Euch auf die Straßen von Stuttgart, Bochum und Hamburg bringen <3 Ihr seid einfach die allerbesten wunderwooligsten Menschen überhaupt!
Natürlich wollen wir aber auch ein extradickes Danke an all die Wollspender*innen unter Euch senden, denn Ihr sorgt dafür, dass uns nie das Material ausgeht <3

Und hier kommen die wohlig warmen Zahlen für Oktober 2019:

Stuttgart:

  • 25 Paar Socken
  • 19 Schals
  • 13 Mützen
  • 12 Paar Handschuhe
  • 10 Halswärmer
  • 6 Pullover
  • 3 Stirnbänder
  • 2 Loops
  • 1 Pulswärmer
  • 1 Jacke

Bochum:

  • 47 Mützen
  • 21 Schals/ Halswärmer
  • 11 Paar Socken
  • 11 Paar Handschuhe
  • 7 Paar Armstulpen
  • 6 Stirnbänder
  • 4 Pullover
  • 2 Mal Sonstiges (je 1 Babyjacke/ -decke)

Hamburg:

  • 261 Paar Socken
  • 255 Mützen
  • 102 Schals
  • 54 Paar Pulswärmer
  • 53 Stirnbänder
  • 52 Loops
  • 44 Halswärmer
  • 37 Paar Armstulpen
  • 33 Paar Handschuhe
  • 27 Paar Beinstulpen
  • 18 Pullover
  • 14 Dreieckstücher (immer noch Stopp, weil Bedarf gedeckt <3)
  • 13 Paar Bettsocken
  • 5 Jacken
  • je 2 Westen/ Seelenwärmer/ Pullunder
  • 25 Sonstiges (22 Beutel, 3 Wichtel)

Übrigens hieß es genau heute vor 2 Jahren zum ersten Mal Wooligans halten warm <3 Wenn Ihr mögt, könnt Ihr Euch hier anschauen, wie das damals war: https://www.facebook.com/wooliganshamburg/photos/a.1980511935565024/1988403074775910/?type=1&theater

Verteilung

Stippvisite

Am verkaufsoffenen Sonntag drängen sich die Menschen in der Hamburger Innenstadt dicht an dicht.
Unterdessen nehmen unsere Freunde vom Gesundheitsmobil am Hauptbahnhof ihre Arbeit auf und auch wir haben dem Gabenzaun einen kurzen Besuch abgestattet, um einige Eurer Spenden anzuhängen.

Eine junge Frau, tiefe Ringe unter den Augen, steht auf unsicheren Beinen etwas abseits. Als sie uns anspricht, ist ihre Stimme kaum hörbar, das blasse Gesicht wirkt schüchtern.
Ob sie ein Paar Stulpen und vielleicht auch Socken haben dürfe, fragt sie höflich.
Aber selbstverständlich und von Herzen gerne. Ihre Kraft reicht nicht aus, um die Tüten aufzuknoten und abzunehmen. Also fragen wir, ob wir helfen dürfen und nehmen die Stulpen wie Socken für sie ab.
Leise bedankt sie sich und sucht sich ein paar Meter weiter einen Platz, um die Strümpfe gleich an Ort und Stelle überzuziehen.

Wooligans halten warm ❤️

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Ein ganz normaler Montag

Begonnen hat er nämlich damit, dass Meike sich die Taschen mit Sträkelstücken voll gemacht hat und damit ins MAhLZEIT in Altona gedüst ist.

Im Moment sehen wir jeden Morgen besorgt auf die vorausgesagten Temperaturen, die des nächtens zuweilen nicht mehr als 1 oder 2 Grad plus betragen. Auch die Nässe, die unerbittlich in die Knochen kriecht ist als ernsthafte Gefährdung für Gesundheit, Leib und Wohl nicht zu unterschätzen.
Umso dankbarer sind wir, dass der Kältebus Alimaus am Freitag dieser Woche wieder seine Arbeit aufnimmt. Speichert Euch gerne die Nummer, denn die Teams sind ab Freitag wieder im Dienst, um in den kommenden Monaten nachts nach den Menschen auf der Straße zu sehen.
Geendet hat unser Tag nun gerade mit einer verschenkten Tageskarte, die ihrem jetzigen Besitzer zumindest noch ein paar Stunden die sorgenfreie Nutzung von S- und U-Bahn ermöglicht.
Ein ganz normaler Montag eben.

Wooligans halten warm ❤️