Aktuelles

Gemeinsam geht mehr oder alle zusammen

Als wir vor mehr als zwei Jahren unsere kleine Initiative auf die Beine stellten, erhielten wir wahnsinnig viel Unterstützung. Nicht nur von Familie, Freunden, Bekannten, sondern auch von der Presse und unseren heutigen Kooperationspartnern. Ein Geben und Nehmen, das bis heute anhält und aus dem ein stabiles Netzwerk geworden ist, von dem Ihr natürlich einen ganz großen und wichtigen Teil ausmacht.

Wir sind der Überzeugung, dass sich gemeinsam mehr erreichen lässt und deshalb möchten wir heute nach Rheinzabern blicken.
Bis gestern, da sind wir ehrlich, wussten wir gar nicht, wo die Ortsgemeinde liegt. In der Pfalz haben wir dann gelernt. Und dort gibt es nicht nur schöne Landschaften, sondern seit einigen Wochen auch eine Handarbeitsgruppe, die noch in den Startlöchern steht:
StriNäKeln – Wärme schenken heißt das Projekt, das wir Euch heute gerne vorstellen möchten, weil wir alle zusammen eben mehr erreichen können und Ehrenamt verbindet.
Man könnte auch sagen:
Gesellschaftlicher Zusammenhalt ist, was wir alle zusammen daraus machen.

Also, wenn Ihr mögt schaut bei den StriNäklern vorbei und lasst einen Daumen da 🙂
Wir wünschen Euch einen famosen Tag und verlinken Euch hier noch einen kleinen Artikel über das Projekt mit weiteren Infos:
wochenblatt-reporter.de/jockgrim/c-lokales/strinaekeln-fuer-mehr-waerme-in-der-gesellschaft_a154045

Verteilung

Zu Besuch beim Alstertaler Gabentisch

Der Alstertaler Gabentisch e.V. wurde 2004 ins Leben gerufen und ist jeden Dienstag und Donnerstag in der Saseler Chaussee zu finden. Das Credo: Helfen aus christlicher Verantwortung, jede:r ist willkommen ohne Ansehen Herkunft, Nationalität oder Familienstand.
Etwa 250 Personen / Haushalte werden derzeit versorgt.

Zur gestrigen Ausgabe packten Steffi, Barbara und Renate die Sträkelspenden in Schnelsen zusammen und machten sich mit einer Autoladung auf den Weg in die Christengemeinde ARCHE ALSTERTAL. Dort wurden die Drei sehr herzlich willkommen geheißen und die Überraschung über die Menge der mitgebrachten Sträkelspenden war wieder einmal groß.
Steffi berichtete uns von einigen älteren Herren, die angesichts der Strümpfe in Erinnerungen schwelgten, hatten doch ihre Mütter oder Großmütter immer warme Socken selbst gestrickt.

Mehr Informationen über den Alstertaler Gabentisch findet Ihr hier:
alstertaler-gabentisch.de/ueber_uns

Wooligans halten warm ❤️

Aktuelles

Neues Jahr, neues Annadeln

Wie an jedem zweiten Sonntag seit November letzten Jahres wurde auch gestern parallel gesträkelt. In Münster und in Bochum nämlich 🙂

In Münster wurde lustig im Südviertelbüro geplaudert und mit den Nadeln geklappert. Unsere kleine, feine Gruppe dort wächst ganz allmählich, worüber wir uns sehr freuen. Unsere liebe Isabel durfte auch gestern wieder schönste Sträkelspenden entgehen nehmen – wunderwoolig wunderbar! 🙂

Zur gleichen Zeit füllten sich auch in Bochum die Plätze im Haus am Glockengarten, wo unsere liebe Connie wieder einmal ganz zauberhaft dekorierte.
Bald schon war der Saal angefüllt mit Lachen und Gesprächen über dieses, jenes, Wolle und Anleitungen. Natürlich gab es auch in Bochum tollste Sträkelstücke zu bestaunen. Unser Bochumer Team hat Zuwachs bekommen und wir begrüßen auch auf diesem Wege noch einmal Martina und Steffi ganz herzlich im Team 🙂

Ganz besonders freut uns, dass auch immer wieder neue Gesichter den Weg zu den Sträkeltreffen finden. Und so versträkelten von Münster nach Bochum 32 Paar fleißige Hände zwischen 4 und 94 Jahren diese zwei Nachmittagsstunden wie im Flug. 

Übrigens erreicht Ihr unsere Teams in Münster und Bochum unter: muenster@wooligans.net und bochum@wooligans.net

Wooligans halten warm ❤️

Aktuelles

Fünf Stunden im Kältebus

Der Abend beginnt eine halbe Stunde vor der Abfahrt mit der Einführung in die Abläufe und das Fahrzeug. Schnell ist der Bus auf Vollständigkeit überprüft, alles für den Einsatz benötigte ist an Bord.

Punkt 19 Uhr springt der Motor an und es beginnt eine fünfstündige Fahrt kreuz und quer durch die Hansestadt.
Vier Personen werden an diesem Abend in die Notunterkünfte des Winternotprogramms gebracht. Drei Männer und eine Frau, die just am Mittag aus dem Krankenhaus entlassen worden war.
Wie soll Erholung von einem Krankenhausaufenthalt auf der Straße möglich sein?

Drei weitere aufgefundene Personen lehnen den Transport in eine der beiden Unterkünfte ab, erhalten aber auf Wunsch Tee und Süßes, auch wird einer der Männer mit Decke und Isomattte ausgestattet.
Der letzte Anruf des Abends führt nach Farmsen. Obdachlosigkeit ist überall, nicht nur in der Innenstadt.
Der Wind pfeift durch die Jacke. Das Thermometer zeigt 4 Grad an. Es ist kalt.

Aktuelles

*** In eigener Sache ***

Es gibt Fragen, die tauchen immer wieder auf. Zum Beispiel die Frage danach, was wir mit Garnen machen, die vielleicht nicht hundertprozentig für unsere Zwecke geeignet sind. Im vergangenen März haben wir diese wiederkehrende Frage hier beantwortet: https://www.wooligans.net/2019/03/12/2113/
Und heute möchten wir uns eines anderen „Klassikers“ annehmen, nämlich der Frage danach, nach welchen Kriterien wir die Sträkelspenden verteilen.

Ganz wichtig ist uns – sozusagen als oberste und goldene Regel – dass wir keine Einschränkung vornehmen.
Das heißt, wir stellen von uns aus keine Beschränkungen über die Stückzahl auf, die jede:r Einzelne von uns erhält. Ausgegeben wird, was da ist und ob jemand ein, zwei oder sieben Paar Socken, vier oder acht Mützen für sich in Anspruch nimmt, ist dem-/derjenigen selbst überlassen.
Das hat zwei Gründe:
Zum einen finden wir wichtig, den Menschen zuzutrauen, eine selbstbestimmte Entscheidung zu treffen und gleichzeitig fänden wir es unerhört von uns, ihnen eben diese Entscheidung abzunehmen.
Wir wollten ja auch nicht, dass man uns beschränkt, wenn wir uns partout nicht für nur ein Teil entscheiden könnten. Zudem ist es auch nicht an uns zu urteilen oder zu werten, wie der Bedarf der/des Einzelnen aussieht – das kann nur der betroffene Mensch selbst wissen. Für uns gehört diese (in unserem Leben fraglos gegebene) Entscheidungsfreiheit zu der Begegnung auf Augenhöhe dazu bzw. ist untrennbar damit verbunden.
Zum anderen würde eine Beschränkung unserem Anliegen die Gesellschaft wärmer zu machen ja nicht nur irgendwie sondern ganz ausdrücklich zuwieder laufen.

Natürlich richten wir uns bei den Verteilungen, die wir mit unseren Koorperations- und Netzwerkpartnern durchführen aber auch nach deren Bedarf.
Wenn uns also zum Beispiel der Hamburger Gabenzaun meldet, dass derzeit nur Handschuhe abgenommen werden und davon wöchentlich 10 Paar gebraucht werden, so packen wir diesem Wunsch entsprechend die Tasche für den Gabenzaun.
In Zusammenarbeit mit den Kleiderkammern der Alimaus oder auch des MAhL ZEIT oder Cafée mit Herz haben wir die Übereinkunft getroffen, dass wir den Bedarf monatlich telefonisch abfragen; ähnlich wird das mit der Caritas in Hamburg und Stuttgart oder weiteren Netzwerkpartnern in Münster und Bochum gehandthabt.
Wir sind durch Euch ja in der ungeheuer glücklichen Lage, dass wir (fast) alle wooligen Wünsche ziemlich sofort bedienen können.
Ob es nun heißt 200 Schals für das Drob Inn oder je 150 Paar Socken und Mützen für das Pik As oder eine Verteilung mit gut 400 Teilen, von denen 300 bei frohen Abnehmer:innen landen oder monatlich zwischen 60 bis 150 Teilen für Kleiderkammern von Nord nach Süd oder die Bestückung des Hamburger Wohlfühlmorgens oder oder oder – all das schafft Ihr mit Eurer Unermüdlichkeit und Liebe zu Geben.
Hier schließt sich übrigens ein weiterer Grund an, weswegen wir niemals sagen würden „jede:r nur ein Teil“ – wir würden damit unserer Verantwortung Euch gegenüber nicht gerecht werden. Denn Ihr bringt uns das Vertrauen entgegen, dass wir Eure Sträkelstücke ohne wenn und aber zu den Betroffenen bringen.
Würden wir Begrenzungen einführen, könnten wir nicht mehr guten Gewissen sagen:

Wooligans halten warm ❤️

Aktuelles

Willkommen 2020 in Bergedorf

Unser erster Termin in diesem noch frischen Jahr fand wie immer am ersten Sonntag im Monat im Karlshof 9 in Bergedorf statt. Unsere liebe Kirstin dekorierte die Tische mit Luftschlangen und stellte nicht nur die Wolle, sondern auch Kekse bereit. Während sich draußen das Hamburger Wetter von seiner ungemütlichen und nieseligen Seite zeigte, fanden sich in dem schönen Raum zu Jahresbeginn gleich 18 Paar fleißige Hände zum gemeinsamen sträkeln, schnacken und beisammen sein ein.

Auch wurden wieder reichlich Sträkelstücke abgegeben; einmal mehr sind wir begeistert von Euch! Aber nicht nur das, denn es wurde auch eine große Spende Stricknadeln abgegeben – ganz herzlichen Dank dafür. Mit Nadeln verhält es sich ja ähnlich wie mit Wolle: ohne das eine wie das andere wären wir aufgeschmissen 🙂

Und so ging der gesellig-lustige Nachmittag wieder einmal wie im Fluge vorbei.
Wir bedanken uns von Herzen bei Euch – schön, dass Ihr da wart! – und bei Kirstin für ihren Einsatz sowie bei der Bergedorf-Bille-Stiftung, die uns die Nutzung des wundervollen Raumes ermöglicht und uns bei der Anschaffung eines Bollerwagens für den besseren und leichteren Transport der Wollkisten sowie Sträkelstücke unterstützt hat.

Wooligans halten warm ❤️

Aktuelles

So ein schöner Tag

Begonnen hat er mit einer Fahrt zum MAhL ZEIT in Altona, wo wir wieder einmal ganz besonders herzlich willkommen geheißen wurden und je zwei große Taschen und Säcke mit Sträkelstücken abgaben. Auch eine Tüte mit Wolle für eine Gästin, die wir leider knapp verpasst hatten, durften wir dort lassen.
Es blieb sogar, dem Trubel zum Trotz, Zeit für einen kurzen Plausch, bei dem wir erfuhren, dass dringend helfende Hände für Dienstags und Donnerstags ab 07:30 Uhr gebraucht würden. Vielleicht wisst Ihr ja von Menschen, die sich gerne engagieren möchten oder mögt das in Eure Familien-, Freundes- und Bekanntenkreise weitertragen? <3

Vom MAhL ZEIT ging es weiter zum Hand-Werk, wo wir auf einen Neujahrsschnack bei Tee und Kaffee blieben bis die Uhr Zwei schlug, denn es wollten noch 2 große Säcke beim St. Pauli Museum für unsere Freunde von der Antikältehilfe abgeben werden. Auch dort plauderten wir kurz und düsten weiter zum Stricktreffen nach Schnelsen.

Als wir ankamen fanden sich auf dem Tisch schon Kuchen und Naschi, war die Wolle aufgebaut und schon einige Teilnehmerinnen vor Ort. Steffi hatte wie immer alles liebevoll vorbereitet – hab herzlichen Dank für Deinen Einsatz! – und die mitgebrachten Sträkelstücke türmten sich bereits 🙂
Zwei große Wollspenden wurden auch noch gebracht – lieben Dank dafür!

Zwischen Necker- und Plauderrei wurde es noch einmal aufregend, denn es kam Besuch! In der hauseigenen Zeitung der Genossenschaft, welche den Raum zur Verfügung stellt, wird ein kleiner Bericht über unsere lieben Schnelsener erscheinen und so kam eine Fotografin, um ein paar Bilder zu machen. Nach ein bisschen umdekorieren und Stühle rücken fanden aber alle 17 Paar Hände wieder ihren Platz und das Strickzeug, um den Abend gemütlich bei Gesprächen über den zuletzt gesehenen Kinofilm, Strickjugendherbergen und das Buch „Unter Palmen aus Stahl“ ausklingen zu lassen.

Bleibt festzuhalten: So ein schöner Tag, an dem wir gerne und mit tiefer Überzeugung sagen können ..

Wooligans halten warm ❤️